Rolf Krenzer / Hartmut Bieber: Damit das Kind nicht frieren muss.  

Rolf Krenzer / Hartmut Bieber

Damit das Kind nicht frieren muss

24 Seiten, durchgehend ganzseitig vierfarbig illustriert, 21,5 x 20,5 cm, gebunden

1. Auflage 1997

Lahn-Verlag bei Butzon & Bercker, Kevelaer

ISBN / Code: 978-3-7840-4210-7

Preis: 10,75 €

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Beschreibung:

Eine kleine Maus sorgt sich um das frierende Kind in der Krippe und mobilisiert ihre ganze Mäusefamilie, um all die Rohwolle, die vorüberziehende Schafe an Hecken und Büschen verloren haben, zur Krippe zu bringen. Viele Tiere des Waldes ziehen mit zum Stall in dieser besonderen Nacht, in der kein Tier dem anderen etwas zuleide tut.
Die Geschichte ist unter dem Titel "Was macht die Maus im Krippenstroh?" als Tonträger (MC ISBN 3-7840-2214-6; CD 3-7840-2213-8) und als Werkbuch für ein Krippenspiel erschienen (ISBN 3-7840-3137-4).

Aus dem Inhalt
Als die anderen Mäuse hörten, dass Gottes Kind in dem alten Stall vor Kälte erfrieren könnte, da holten sie sogleich eifrig alle Vorräte herbei, die sie gesammelt hatten. Es war so viel Wolle, dass sie sie kaum tragen konnten. Sie wollten sie gern herschenken, denn sie hatten ja ihr weiches Fell, das sie wärmte. Dann machten sie sich auf den Weg zur Krippe.
Die drei Eulen flogen hoch am Himmel voraus, und die Mäuse folgten ihnen durch den Wald. Als sie so dahinzogen, stellte sich ihnen plötzlich ein Fuchs in den Weg.
"Halt!", rief er. "Auf euch habe ich gerade gewartet, hungrig wie ich bin!"
Voller Schrecken sahen die Mäuse auch gleich hinter dem Fuchs die Füchsin mit den jungen Füchsen stehen.
"Stehen bleiben!", rief auch die Füchsin. "Wo wollt ihr hin?"
Die Mäuse blieben wie angewurzelt stehen. Es stockte ihnen der Atem. Nur die kleine Maus ging furchtlos auf den Fuchs zu.
"Wir gehen zu dem Kind in der Krippe!", sagte sie.
"Wir könnten euch alle auffressen!", rief der Fuchs und fletschte die Zähne.
"Ihr könntet es!", nickte die kleine Maus. "Aber ihr werdet es nicht tun!"
Und sogleich riefen die anderen Mäuse alle auf einmal: "Heute ist Friede zwischen Mensch und Tier und Friede zwischen allen Tieren. Es ist die Nacht, in der Gottes Kind geboren wird!"
"Wissen das denn auch alle Tiere?", fragte die Füchsin schließlich.
Da antwortete die kleine Maus: "Wenn sie es noch nicht wissen, dann sagen wir es ihnen! So wie wir es euch jetzt sagen!"
Da rauschte es oben in den Wipfeln der Bäume, und die Eichhörnchen kamen heruntergesprungen. "Friede mit euch allen!", riefen sie so laut sie nur konnten und hatten keine Angst mehr. "Wenn ihr zu Gottes Sohn in der Krippe wollt, dann gehen wir mit!"
Als dann auch noch die Hasen hinzukamen und keine Angst vor den Füchsen mehr hatten, als die Rehe und Rehböcke, die Wildschweine und Hirsche, ja selbst die Marder und Wiesel herbeikamen und sich den Mäusen anschlossen, da reihten sich die Füchse stillschweigend ein und spürten tief drinnen in sich, dass sie von Gottes Frieden ergriffen waren.